Die Stadt Biel wird 2016 einen neuen Park eröffnen und ihn nach Laure Wyss benennen. Längst hatte der Schriftsteller Robert Walser seinen Platz in der Stadt. Aber ein Ort in Biel, der an die Schriftstellerin und Journalistin erinnert, fehlte bisher. Der neue Stadtpark, das «Esplanade Laure Wyss», entsteht neben der «Coupole», dem Gaskessel des einstigen städtischen Gaswerks und heutigen Jugendzentrum.

Jahre lang hatten die Lobbyistinnen vom «Frauenplatz Biel» den Stadtoberen ins Gewissen geredet, es gebe nicht genug Strassen und Plätze, die nach berühmten Frauen heissen. Laure Wyss wurde 1913 im Pasquart in Biel geboren, wuchs an der General-Guisan-Strasse auf und besuchte im «Affenkasten» das städtische Gymnasium. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sie sich zu einer profilierten Autorin, die kritisch mit der Schweiz umging und für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung einstand.

Vielleicht trug auch die Arbeitsgemeinschaft Laure Wyss ein wenig dazu bei, dass die Stadt ihren neuen Park nach der kämpferischen Autorin benennen will. Die Arbeitsgemeinschaft schaltete zum 100. Geburtstag am 20. Juni 2013 die Website laurewyss.ch auf und organisierte in Biel und Zürich Gedenkveranstaltungen. Die Buchhandlungen verkauften die Biografie «Laure Wyss. Leidenschaften einer Unangepassten», das Lesebuch mit ausgewählten Texten von ihr sowie die DVD mit dem Dokumentarfilm «Laure Wyss. Ein Schreibleben». Die «Weltwoche» schrieb: «Es sind etwas wie Wyss-Festspiele».

Nun haben wir die Website laurewyss.ch gründlich überarbeitet. Die Website gibt Einblick in das Leben von Laure Wyss und wartet mit Trouvaillen aus Radio, Fernsehen und Tageszeitungen auf.

Wir verabschieden uns für eine Weile bis zur Einweihung des «Esplanade Laure Wyss».

Zur Arbeitsgemeinschaft Laure Wyss gehörten von 2012 bis 2013:

Arbeitsgemeinschaft Laure Wyss
Nikolaus Wyss (ehem. Schulleiter HGKL), Barbara Kopp (Autorin und Biografin), REa Eggli (Kultur- und Kommunikationsunternehmerin) und Constantin Ragusa (Projektberater).