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Folgende Publikationen von und über Laure Wyss sind zur Zeit erhältlich und können gegen Rechnung bestellt werden. Bestellungen ausserhalb der Schweiz sind über eine Buchhandlung vor Ort möglich.
Leidenschaft einer Unangepassten
Laure Wyss – Leidenschaften einer Unangepassten
von Barbara Kopp
2013
352 Seiten, 12 s/w-Fotografien, gebunden
CHF 44.00 / EUR 39.00
ISBN 978-3-85791-697-7

Laure Wyss (1913―2002) führte das Leben einer alleinerziehenden, berufstätigen Frau zu einer Zeit, als dieser Lebensentwurf nicht vorgesehen war. Sie wehrte sich gegen die Benachteiligung als Mutter eines außerehelichen Kindes, als Journalistin kämpfte sie für die Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Frauen. Sie wurde zu einer Medienpionierin und Wegbereiterin der heutigen Gesellschaft.
Brillant erzählt Barbara Kopp den Werdegang dieser leidenschaftlichen Frau, die durchlebte, worüber sie schrieb. Ihre Biografie zeigt ein exemplarisches Frauenleben und zugleich ein Stück Schweizer Medien- und Mentalitätsgeschichte seit dem Zweiten Weltkrieg.

Laure Wyss Lesebuch
Lesebuch
Herausgegeben von Hans Baumann und Elisabeth Kaestli
2013
176 Seiten, Klappenbroschur
CHF 28.00 / EUR 25.00
ISBN 978-3-85791-699-1

Vor allem als Mitbegründerin und Redaktorin des «Tages-Anzeiger-Magazins» war Laure Wyss eine angesehene und einflussreiche Journalistin. Erst nach der Pensionierung begann sie, literarische Texte zu schreiben, die alle eine breite Leserschaft fanden, so «Mutters Geburtstag», «Das rote Haus», «Weggehen ehe das Meer zufriert». Später kamen die überraschenden und ebenfalls erfolgreichen Gedichtbände «Lascar» und «Rascal» dazu. Das Lesebuch konzentriert sich auf die Schriftstellerin Laure Wyss. Es stellt aus heutiger Sicht Gedichte, Erzählungen und Ausschnitte aus Romanen vor, ergänzt durch unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass. Darin wird die Vielseitigkeit ihrer Themen und ihres Schreibens sichtbar. So lässt sich die bedeutende Autorin neu oder von neuem entdecken.

Ein Schreibleben

Ein Schreibleben
Ein Film von Ernst Buchmüller
1999
DVD 53 Minuten
CHF 28.00 / EUR 25.00
ISBN 978-3-85791-698-4

Laure Wyss, Schriftstellerin und grosse Dame des Schweizer Journalismus, hat die Medienszene dieses Landes massgebend geprägt und beeinflusst, lange bevor es den Begriff überhaupt gab. Ernst Buchmüllers filmisches Porträt von 1999 über diese bedeutende Schreiberin zeichnet ihr bewegtes Leben nach, zeigt Zeitdokumente, Menschen, die ihr nahestanden und begleitet sie an Orte, die für sie zentral waren: Ihre Zürcher Wohnung, in der sie über vierzig Jahre gelebt hat, Mornac-sur-Seudre, ein kleiner Ort an der französischen Atlantikküste, in dem sie jedes Jahr einige Wochen verbrachte und wo viele ihrer Texte den Anfang nahmen, oder Stockholm, wo sie einen Teil der Kriegszeit verbrachte und wohin sie immer wieder zurückkehrte.

Mutters Geburtstag

Mutters Geburtstag
Notizen zu einer Reise und Nachdenken über A.
2004, Neuausgabe
152 Seiten, gebunden
CHF 34.00 / EUR 22.00
ISBN 978-3-85791-454-6

Eine Gesellschaftsreise nach Spanien wird zur Reise zu sich selbst, zurück in die vergessenen Jahre. Zwischen den Reisenotizen denkt A. über die verflossenen Jahre einer Frau und Mutter nach: «Jetzt sucht die Frau ihre eigene Wahrheit. Hat sie sich nicht oft damit beschäftigt, was die anderen taten, was sie dachten, wie sie redeten, dabei vergass sie sich selbst, liess sich liegen wie ein zerknülltes Taschentuch, las sich nicht mehr auf. Jetzt frat sie nach verlegten Dingen, nach verloren gegangenen Wörtern, sie will wissen: wie war es, wie war es wirklich, wie, zum Beispiel, war es mit dem Kind». Die Frau will sich der Erinnerung erinnern.

Buchcover "Wahrnehmungen und andere Geschichten"
Wahrnehmungen und andere Geschichten
Herausgegeben von Tobias Kaestli
und Hans Baumann

2003
96 Seiten, gebunden
CHF 28.50 / EUR 19.50
ISBN 978-3-85791-397-6

Was bleibt? Bilder. Obwohl sich Laure Wyss in viele ihrer Texte selber einbrachte, wollte sie keine Autobiografie schreiben. Auch ihre Lebenserinnerungen galten den anderen: Menschen, denen sie begegnet war. In den Texten, an denen sie bis zuletzt arbeitete – sie hat sechs hinterlassen –, ging sie auf die Suche nach Erinnerungen und stiess auf Bilder, die sich ihr eingeprägt haben.
«Also kein Bedauern, wenn Erinnerungen verblassen. Die Bilder jedoch, die ein Leben prägen, sind später in schärferer Zeichnung da, und sie verschwinden nie mehr. Es braucht nur eine Nachsicht, eine Ergebung, sich ihnen zu stellen. Sie sind ohne Falsch.
So nehme ich mir heraus, die Bilder, die auftauchen, die ich wahrnahm, die mein Leben veränderten, nachzuzeichnen. Mir fällt dabei auf, dass die Bilder mit Menschen zusammenhängen, die zufällig meinen Weg kreuzten. Sie dürfen nicht vergessen werden. Von ihnen ist die Rede oder das Schreiben.»

Buchtitel: Schuhwerk im Kopf und andere Geschichten
Schuhwerk im Kopf und andere Geschichten
Im Alter unterwegs
2. Auflage 2000
64 Seiten, gebunden
CHF 22.80 / EUR 12.50
ISBN 978-3-85791-341-9

«Ich bin jetzt alt.
Du doch nicht.
Darf ich nicht?»

Begegnungen mit alten Menschen in Vergangenheit und Gegenwart und damit auch mit sich selbst: Laure Wyss formuliert weder Rezepte fürs Altwerden noch Altersweisheiten.
Betroffen und sachlich zugleich schildert sie Erinnern und Vergessen, Schwierigkeiten des Alltags, notwendige Hilfe, Altersheim, Taschenraub, eine beschwichtigende Umgebung. Durch die kurzen, genauen Prosatexte bekommt man eine Ahnung davon, was das Leben im Alter bedeutet und fordert. Manches kommt einem bekannt vor, und doch ist alles ganz anders. Keine Theorien, aber Mitteilungen: Laure Wyss teilt ihr Altern mit uns.

Buchcover: Rascal
Rascal
Mit Kohlezeichnungen von
Klaus Born

1999, 100 Seiten, gebunden
CHF 32.00 / EUR 18.00
ISBN 978-3-85791-328-0

Auch in ihrem zweiten Gedichtband vertraut Laure Wyss dem Rhythmus der Sprache und des eigenen Gedankengangs.
So entstehen Texte des scheinbar Absichtslosen, Momentanen, Fragmentarischen. Es überlagern sich Nähe und Ferne, Gewesenes und Gegenwärtiges in immer neuen Variationen. Der Erfahrung der Vergänglichkeit, die den dunklen Hintergrund bildet, wird entschlossen eine starke Lebenskraft entgegengestellt.

Buchcover: Briefe nach Feuerland
Briefe nach Feuerland
Wahrnehmungen zur Schweiz in Europa
1997
96 Seiten, Pappband
CHF 19.80 / EUR 12.00
ISBN 978-3-85791-288-7

Laure Wyss nähert sich dem Verhältnis der Schweiz zu Europa an, wie sie es in ihrer Arbeit als Journalistin immer getan hat: Sie geht dorthin, wo es in der Realität erfahrbar ist, in eine Familie von Ausländern, zu Grenzposten, nach Strassburg und Brüssel. Unvoreingenommen schaut sie hin, sieht, was nicht alle sehen, und erzählt in zehn Briefen an Freunde in Feuerland davon. Hinter dem einzelnen Erlebnis wird das Allgemeine sichtbar, und manches erscheint in einem neuen Licht. Vielfältige Erinnerungen aus einem langen, bewussten Leben mischen sich ebenso in die Beschreibungen ein wie pointierte Aussagen über andere Bücher zu diesem Thema.
Genau registrierte Erfahrungen eröffnen überraschende Einsichten in ein aktuelles Thema. Laure Wyss lässt uns die Schweiz in dieser Welt besser verstehen.

Buchcover: Schriftstellerin und Journalistin
Schriftstellerin und Journalistin
Herausgegeben von
Corina Caduff

1996
240 Seiten, gebunden
CHF 32.00 / EUR 20.00
ISBN 978-3-85791-277-1

Ob sie mit einer Strafgefangenen in Hindelbank spricht, in Rom am Grab der schwedischen Königin Christina steht oder für ihren neusten Europa-Text die Schweizer Grenzen überschreitet; ob sie als Reporterin für die Printmedien unterwegs ist oder ob sie literarische Bücher publiziert: Laure Wyss schaut hin, fragt nach, hört zu und schreibt auf. Als eigenwillige Chronistin hat sie sich in der Schweizer Publizistik einen festen Platz erschrieben.
Doch nicht allein die Wahl der Themen macht Laure Wyss’ bekanntes und besonderes Engagement aus, sondern auch ihre Methode: die Recherche. Das heisst bei ihr: Reisen, Lesen, Befragen – ein Verfahren, das auch vor dem schreibenden Umgang mit den eigenen Erinnerungen nicht halt macht.
Im vorliegenden Band sind Essays, Aufsätze und Reden von Schriftstellern und Literaturkritikerinnen versammelt. Sie schildern ihre Lektüren und Begegnungen mit Laure Wyss und gehen ihren biographischen Stationen nach: zum Beispiel dem Berlin der frühen dreissiger Jahre oder dem Schwedenaufenthalt während des Krieges.
Mit Beiträgen von Gret Haller, Beatrice von Matt, Elsbeth Pulver, Tobias Kästli, Lothar Baier, Monica Nagler-Wittgenstein, Corina Caduff, Hugo Loetscher, Regula Stähli, Ingeborg Kaiser, Madeleine Gustafsson, Sabine Wen-Ching Wang und Irena Sgier, Ansprachen für Laure Wyss von Niklaus Meienberg, Josef Estermann, Adolf Muschg und Heiner Spiess sowie einer «Biographischen Notiz» von Laure Wyss.

Buchcover "Weggehen ehe das Meer zufriert"
Weggehen ehe das Meer zufriert
Fragmente zu Königin Christina
von Schweden

1994, 5. Auflage 2001
220 Seiten, broschiert
CHF 24.80 / EUR 14.80
ISBN 978-3-85791-363-1

Laure Wyss lebte während des Zweiten Weltkriegs in Schweden. Eigenes und Fremdes, Fernes und Nahes spiegeln sich in ihrer Recherche zu Christina von Schweden.
Voltaire nannte sie ein Genie, Descartes gestand: «Ihr Geist ist höchst ausserordentlich, sie hat alles gesehen, alles gelesen, sie weiss alles.» – Was ist das für eine Frau, die mitten in den Wirren des dreissigjährigen Krieges Königin wird, nach zehnjähriger Herrschaft abdankt, ihre Heimat verlässt, zum Katholizismus konvertiert und mit Pomp und päpstlichem Segen in Rom einzieht?
Laure Wyss begibt sich in ihren eindringlichen, sensiblen «Fragmenten» auf die Suche nach dem «tiefen Urgrund», aus dem die rebellische Barockkönigin ihre Entscheide traf. Sie begleitet Christina auf ihrer verwegenen Reise nach dem Traumland Italien, klopft an die Tür ihres Palazzos in Rom, lauscht den Gesprächen mit ihrem Geliebten, Kardinal Azzolino, verfolgt ihren Einfluss auf Kunst, Kirche und Politik, ihren Kampf für den Weltfrieden.
Was immer Laure Wyss aus dem fernen 17. ins Licht des 20. Jahrhunderts hebt, erscheint uns geheimnisvoll vertraut – wie am Ende das Leben dieser stolzen, eigenwilligen Frau, Königin Christina von Schweden, die von sich selbst sagte: «Ich bin frei geboren, ich lebe frei, ich werde befreit sterben.»

Buchtitel: Lascar
Lascar
Gedichte, Zeichnungen von Klaus Born
1994
96 Seiten, Pappband
CHF 28.00 / EUR 17.50
ISBN 978-3-85791-222-1

»Zugegeben, diese Sammlung von Texten unterscheidet sich von dem, was ich früher publizierte. Und vielleicht ist es schon eine Frage der eigenen Jahreszahl, dass ich mir ihre Veröffentlichung erlaube.«
Was so halb entschuldigend klingt, darf getrost ironisch gelesen werden: Laure Wyss‘ lyrische Prosa besitzt eine geschmeidige Kraft, die den Dingen an ihr Innerstes rührt. Der Abschied vom Kind, ein alter Eukalyptusbaum, eine Tramfahrt oder der Tote am Strand — in allem leuchtet die leise und doch beharrlich gestellte Frage nach der eigentlichen condition humaine auf. Was sind wir? Wozu sind wir? Und wohin gehen wir? Bewältigung des Daseins, Natur und Tod sind vor allem die Themen, die als wehmütige Klagegesänge oder auch als schelmisch-zärtliche Liebeserklärungen in immer neuen Facetten wiederkehren.

Buchcover: Das rote Haus
Das rote Haus
Roman
1992
170 Seiten, broschiert
CHF 28.00 / EUR 17.50
ISBN 978-3-85791-193-4

Drei Frauen treffen sich in einem Landhaus in Schweden. Frauen, die sich kühl und verschlossen Gedanken über menschliches Verhalten machen, diese Beobachtungen heimlich zu Papier bringen und voreinander verbergen.
Kristina, die Hausherrin, verkriecht sich in die Küchenarbeit, weil sie die Zuneigung ihres Mannes Henrik zu der kleinen wilden Malin nicht meistert, weil sie mit den Gästen nicht fertig wird, die sich im roten Haus eingenistet haben. Lisa ist auf der Flucht vor den Ängsten des hereinbrechenden Alters. Sie verscheucht alle Gedanken daran und überlässt sich der Natur, den Sommerwiesen und Wäldern. Martha aber, die Freundin Kristinas, versucht, entscheidende Augenblicke ihres Lebens auf Albumblättern zu fixieren, will sich darüber klar werden, was ihr Leben ausmacht.
Eine Parabel über das Altwerden, über das Schicksal von Frauen, die ihre Hoffnungen nie aufgegeben haben und an denen das Leben vorübergegangen ist.

Buchcover "Was wir nicht sehen wollen, sehen wir nicht"
Was wir nicht sehen wollen,
sehen wir nicht

Journalistische Texte
1987, 180 Seiten, broschiert
CHF 34.00 / EUR 22.00
ISBN 978-3-85791-131-6

Als wir noch im Laufgitter waren und als von Klugen und Einsichtigen die Stäbe des Laufgitters beim Namen genannt wurden, handelte es sich um einen Kampf der Unterdrückten gegen ihre Unterdrücker. Nun sind die Eckpfeiler des Gitters gefallen, viele, noch nicht alle, sind ausgebrochen, tun erste Schritte im «Freien». Es ist aber eine Männerwelt, in der wir uns bewegen, von Männern bestimmt, von ihnen geprägt, nach ihrem Gesetz, ihrem Dafürhalten, ihrem Wohlwollen, ihrer Preisverteilung eingerichtet. Das Spiel der Unterdrückung geht weiter, schreien die Feministinnen, entlarven und verweigern Kinder. Zu Recht. Wer den Feminismus nicht als Hauptberuf wählte , wer sich dieser Welt ausserhalb des Laufgitters anpasste, wer seine berufliche Karriere selbstverständlich absolvierte, der sieht nach einiger Zeit, dass er sich in einer Welt befindet, in der ein Frauenleben sich nicht verwirklichen lässt. Vorläufig muss Störung sein.